Schnittstelle
Wie ein Partner Aufträge aus seinem eigenen System aufgibt, ohne dass jemand sie abtippt — und was eine Schnittstelle können muss, damit das im Alltag trägt.
Eine Händler-Schnittstelle nimmt Aufträge genauso auf wie das Händlerportal, nur maschinell. Der Partner behält sein eigenes System, kalkuliert und plant dort weiter — und schickt den fertigen Auftrag über eine dokumentierte Schnittstelle, statt ihn als PDF oder Tabelle zu mailen.
Der Unterschied zur Datei liegt darin, dass die Schnittstelle prüft, was sie annimmt. Ein falscher Glastyp oder ein unzulässiges Maß fällt beim Absenden auf, nicht in der Fertigung.
Wie sie gebaut ist
Nicht der Funktionsumfang entscheidet, sondern das Verhalten im Fehlerfall.
Jeder Händler bekommt seinen eigenen Zugangsschlüssel. Aufträge über die Schnittstelle sind damit demselben Konto zugeordnet wie Aufträge aus dem Portal — gleiche Preise, gleiche Staffel, gleiche Historie. Wann ein Schlüssel zuletzt benutzt wurde, ist sichtbar.
Der Partner vergibt für jeden Auftrag seine eigene Referenz. Kommt dieselbe Referenz ein zweites Mal — nach einem Timeout, einem Wiederholungsversuch oder einem Fehler auf seiner Seite — antwortet die Schnittstelle mit dem bereits vorhandenen Auftrag statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Aufträge aus Netzproblemen gibt es damit nicht.
Welche Auftragsarten, Versandarten, Glastypen, Stärken, Vergütungsarten und Kistentypen zulässig sind, liefert die Schnittstelle selbst. Der Partner validiert damit vor dem Absenden, statt eine Liste zu pflegen, die irgendwann veraltet.
Zu jedem übergebenen Auftrag lässt sich der Stand abfragen. Das System des Partners kann seinen Kunden informieren, ohne dass jemand im Werk danach gefragt wird.
Die Beschreibung liegt dort, wo der Schlüssel verwaltet wird — nicht in einem PDF, das die Version von vorletztem Jahr beschreibt.
Solange Aufträge als Datei kommen, ist jeder Partner ein kleiner manueller Prozess: öffnen, prüfen, übertragen, nachfragen. Das begrenzt die Zahl der Partner, die ein Innendienst tragen kann — und es begrenzt sie unabhängig davon, wie gut die Preise sind.
Über eine Schnittstelle skaliert die Zahl der Partner mit der Fertigung statt mit dem Büro. Der Partner wiederum gibt sein eigenes System nicht auf, was in der Praxis die häufigste Bedingung für eine engere Zusammenarbeit ist.
Häufige Fragen
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Zwei Sätze reichen: was heute über Tabellen, Papier oder Zuruf läuft. Sie bekommen innerhalb von 48 Stunden eine Einschätzung, keine Broschüre.