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    Kalkulation

    Kalkulationssoftware für den Fensterbau

    Was eine Kalkulation können muss, wenn jede Einheit ein anderes Maß hat — und woran die gewachsene Tabelle regelmäßig scheitert.

    Kurz beantwortet

    Eine Kalkulation im Fensterbau bildet den Preis nicht aus einer Artikelnummer, sondern aus der Fläche der einzelnen Einheit, einer Mindestfläche, der Produktstufe, Zubehör und Zuschlägen sowie einer Mengenstaffel. Fünf Größen, die alle voneinander abhängen — und genau deshalb ist das die Stelle, an der Tabellen kippen.

    Der Unterschied zur Tabelle liegt nicht in der Formel. Die bekommt jede Tabelle hin. Er liegt darin, dass dieselbe Formel für jede Einheit, jeden Kunden und jeden Monat dieselbe bleibt, auch wenn niemand daran denkt.

    Wie gerechnet wird

    Die fünf Größen

    In dieser Reihenfolge, weil jede die nächste beeinflusst.

    Fläche je Einheit

    Grundlage ist das Maß der einzelnen Einheit, nicht ein Modellpreis. Zwei Fenster derselben Bauart mit unterschiedlichem Maß sind zwei unterschiedliche Preise.

    Mindestfläche

    Je Einheit und je Auftrag gilt eine Mindestfläche. Eine kleine Scheibe kostet nicht weniger als die Fertigung an ihr verdient — die Mindestfläche ist der Schutz gegen Aufträge, die rechnerisch Gewinn bringen und tatsächlich Verlust.

    Produktstufe

    Ausführung, Aufbau und Ausstattung bestimmen die Stufe, auf der gerechnet wird. Die Stufe ist ein Parameter, kein zweiter Preis.

    Zubehör und Zuschläge

    Beschlag, Sonderfarbe, Eilauftrag: alles, was zur Einheit gehört, hängt an ihr und nicht in einer Nebenrechnung.

    Mengenstaffel

    Die Staffel folgt der tatsächlichen Monatsmenge des Kunden, nicht einer einmal vergebenen Rabattstufe. Wer mehr abnimmt, rutscht in die nächste Stufe, ohne dass jemand eine Liste pflegt.

    Woran die Tabelle scheitert

    Nicht an der Formel, sondern an ihren Kopien. Ein Angebot wird dupliziert, eine Zeile eingefügt, ein Bezug verschiebt sich, und ab da rechnet diese eine Datei anders als alle anderen. Auffallen tut es Monate später beim Deckungsbeitrag, wenn niemand mehr weiß, welche Fassung wann galt.

    Dazu kommt die Frage, die keine Tabelle beantwortet: Welche Preise galten für diesen Auftrag zum Zeitpunkt der Bestellung? Wenn die Kalkulation Teil des Systems ist, das den Auftrag führt, ist die Antwort ein Datensatz statt einer Erinnerung.

    Häufige Fragen

    Fragen, die dazu regelmäßig kommen

    Rechnet das System nach Stück oder nach Fläche?
    Nach Fläche je Einheit, begrenzt durch eine Mindestfläche je Einheit und je Auftrag. Stückpreise sind damit ein Sonderfall, nicht die Grundlage.
    Wie kommt ein Händler zu seinem Rabatt?
    Über die Mengenstaffel, die sich aus seiner tatsächlichen Monatsmenge ergibt. Das ersetzt die gepflegte Rabattliste und die Diskussion darüber, ab wann die nächste Stufe gilt.
    Können wir die Parameter selbst ändern?
    Ja. Mindestflächen, Stufen, Zuschläge und Staffeln sind Verwaltungsparameter. Sie zu ändern ist Konfiguration, keine Programmierung.
    Was passiert mit Angeboten, wenn sich Preise ändern?
    Ein Auftrag trägt die Konditionen, unter denen er entstanden ist. Eine spätere Preisänderung verschiebt rückwirkend nichts — das ist der Unterschied zwischen einer Kalkulation im System und einer Formel in einer Datei.
    Brauchen wir dafür das ganze ERP?
    Nein, aber die Kalkulation entfaltet ihren Nutzen erst, wenn der Auftrag im selben System weiterläuft. Sonst wird der kalkulierte Preis wieder abgetippt — und damit ist die Fehlerquelle zurück, die man loswerden wollte.

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