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    Lager und Lieferantenbestellungen im Fensterbau

    Wie aus einem Bruch in der Halle eine Nachbestellung wird, ohne dass jemand eine Liste führt — und warum das der Teil ist, der sonst untergeht.

    Kurz beantwortet

    Zwei Dinge hängen hier zusammen, die in vielen Betrieben getrennt geführt werden: was im Lager liegt und was beim Lieferanten nachbestellt werden muss. Getrennt geführt heißt in der Praxis, dass beides auf demselben Zettel landet und der Zettel irgendwann verschwindet.

    Der Auslöser für eine Nachbestellung ist selten eine Inventur. Es ist ein Bruch in der Fertigung, ein Sonderwunsch oder eine Einheit, die neu gemacht werden muss. Genau dort, wo das passiert, entsteht auch die Information dafür.

    Wie es zusammenhängt

    Vom Bruch in der Halle zur Bestellung beim Lieferanten

    Fünf Stellen, an denen sonst ein Zettel läge.

    Bestand für Zubehör und Verbrauchsmaterial

    Was vorrätig ist, steht im System und nicht im Kopf des Lagermitarbeiters. Aufträge, die aus dem Bestand bedient werden, lassen sich je Position kommissionieren.

    Bruchgrund je Bauteil

    Geht in der Fertigung etwas zu Bruch, wird der Grund je Bauteil festgehalten — Glas und Folie getrennt, weil es nicht dieselbe Ursache und nicht denselben Lieferanten hat.

    Nachbestellung aus dem Bruchgrund

    Die als defekt markierten Scheiben landen in einer eigenen Übersicht für Nachbestellungen. Was beim Lieferanten bestellt werden muss, ergibt sich damit aus der Fertigung statt aus einer Rückfrage.

    Lieferantenbestellungen als eigener Vorgang

    Eine Bestellung beim Lieferanten ist ein eigener Datensatz mit eigenem Stand — nicht eine E-Mail im Postausgang, deren Antwort jemand im Kopf behält.

    Eingang am Auftrag sichtbar

    Ist das Material eingetroffen, wird das am Auftrag vermerkt und die zuständigen Personen werden benachrichtigt. Die Halle erfährt es, ohne zu fragen.

    Warum gerade dieser Teil untergeht

    Bruch ist unangenehm, und Unangenehmes wird dokumentiert, wenn es leicht ist. Ist das Festhalten ein eigener Arbeitsschritt am Ende des Tages, passiert es unvollständig — und damit fehlt genau die Datenbasis, mit der man später sehen könnte, ob es an einer Charge, einem Arbeitsschritt oder einem Lieferanten liegt.

    Wird der Grund dort erfasst, wo der Bruch passiert, entsteht diese Basis nebenbei. Nach ein paar Monaten beantwortet sie eine Frage, die vorher niemand beantworten konnte.

    Häufige Fragen

    Fragen, die dazu regelmäßig kommen

    Ist das eine vollwertige Lagerverwaltung?
    Es ist Bestandsführung für Zubehör und Verbrauchsmaterial mit Kommissionierung je Position — kein Hochregallager mit Chaotischer Lagerhaltung. Für den Zweck, Aufträge aus dem Bestand zu bedienen, reicht das.
    Wie kommt ein Bruch in die Nachbestellung?
    Über die Markierung in der Fertigung. Was dort als defekt gekennzeichnet wird, erscheint in der Übersicht für Nachbestellungen, mit dem Grund je Bauteil.
    Warum werden Glas und Folie getrennt erfasst?
    Weil sie unterschiedliche Ursachen und unterschiedliche Lieferanten haben. Ein gemeinsamer Bruchgrund wäre für die Nachbestellung unbrauchbar und für die Auswertung nichtssagend.
    Erfährt die Fertigung, wenn Material eingetroffen ist?
    Ja. Der Eingang wird am Auftrag vermerkt, und die zuständigen Personen bekommen eine Nachricht. Das ersetzt den Anruf in die Halle.
    Ersetzt das die Warenwirtschaft?
    Für Zubehör und Verbrauchsmaterial im Umfeld der Fertigung: ja. Für eine kaufmännische Warenwirtschaft mit eigener Bilanzlogik: nein, und das ist auch nicht das Ziel.

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